Mit mehr Polizeischutz, einer neuen Ermittlungsgruppe und Videokameras will die Brandenburger Landesregierung auf eine Serie rechter Straftaten in Cottbus reagieren. «Wir wollen natürlich auch ein Signal der Abschreckung senden in die Szene rein», sagte Innenminister Jan Redmann (CDU) am Donnerstag. Zugleich warnte der CDU-Politiker in Cottbus vor einem Anstieg politisch motivierter Gewalt bei jungen Menschen und einer Radikalisierung über das Internet.
Bis zu rund 450 Menschen demonstrierten in Cottbus am Abend nach Polizeiangaben gegen rechte Gewalt. Ein Demonstrationszug zog unter dem Motto «Ihr greift uns an - wir stehen noch näher zusammen» durch die Stadt, unterbrochen von einer Kundgebung. Alles verlaufe friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Es habe eine Handvoll Platzverweise gegen mutmaßliche Störer gegeben, darunter seien keine Teilnehmer gewesen. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg organisierte die Demo. Sie spricht von organisierter rechter Bandenkriminalität und fordert Schutz.