Trotz eisiger Temperaturen haben sich in Berlin mutige Winterschwimmer in den See gewagt. Dafür musste am Orankesee im Nordosten erst einmal eine dicke Eisschicht durchbrochen werden. «Heute Morgen wurde gehackt und gesägt», sagte Uta Wilczok vom Verein Berliner Seehunde. Die Eisschicht sei zwölf Zentimeter dick gewesen.
Winterschwimmen habe in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt. Was fasziniert daran? «Das Tolle ist, dass man das Gefühl hat, etwas für sich zu tun», sagte Wilczok. Sie habe das Gefühl, ihr Immunsystem anzukurbeln.
Viele machten es auch aus einem Gemeinschaftsgefühl heraus, weil man zusammen baden gehe. «Manche sagen: "Das ist meine Eisbadefamilie."» Wilczok gibt das Winterbaden auch ein Gefühl von Freiheit. «Ich gehe da hinein - egal, welcher See mir zu welcher Jahreszeit begegnet.»