Viadrina wirbt mit neuen Studiengängen und Osteuropa-Expertise um Studierende in Frankfurt (Oder)
Die Europa-Universität Viadrina will mit neuen Studiengängen und einer Expertise gen Osteuropa mehr Studierende nach Frankfurt (Oder) locken. Fünf neue Master- und ein neuer Bachelorstudiengang starteten zum Wintersemester, sagte eine Sprecherin. «Studiengänge wie etwa "Conflict and Democracy" treffen einen Nerv.» Es gehe um die Perspektiven Europas, um Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens moderner Gesellschaften und Konfliktbearbeitung in Demokratien. Derzeit zeichneten sich stabile Immatrikulationszahlen an der Hochschule ab. Das war nicht immer so. Die Viadrina hatte viele Jahre weit über 6.000 Studierende. Im Wintersemester 2020 sank die Zahl auf 5.586 Studentinnen und Studenten und ist seitdem rückläufig. Zum Wintersemester 2025 waren 3.877 Studierende eingeschrieben. Neue Zahlen werde es Ende Oktober geben, so eine Sprecherin. 875 Einschreibungen hatte es vergangenes Jahr gegeben - das sei vermutlich ähnlich in diesem Jahr. Zudem verstärkt die Viadrina ihre Zusammenarbeit mit der Ukraine. Erstmals werde der Bachelorstudiengang «International Business Administration» als Doppel-Abschluss mit der W.-N.-Karazin-Universität in Charkiw angeboten, hieß es. Jährlich werden drei Studierende aus Charkiw mit einem Stipendium gefördert. Neu sei auch ein Modul zum Thema Künstliche Intelligenz (KI). Es gehe unter anderem um ethischen und verantwortungsbewussten KI-Einsatz, etwa bei der akademischen Arbeit im Forschungs- und Schreibprozess. Offiziell läuft das Wintersemester an der Viadrina seit dem 1. Oktober, unter anderem mit einer Einführungswoche, die Vorlesungszeit beginnt am 12. Oktober. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten