Ein vorübergehender Einstellungsstopp für Lehrer in Brandenburg im Zuge der Haushaltsverhandlungen löst Streit innerhalb der SPD/BSW-Regierung und viel Unmut bei Eltern und Pädagogen aus. Die BSW-Landtagsfraktion hält ein Aussetzen der laufenden Stellenbesetzungen für eine überzogene Reaktion, wie deren bildungspolitischer Sprecher Falk Peschel sagte. Eltern klagen seit langem über massiven Unterrichtsausfall, weil Lehrer fehlen.
Pädagogen-Verband reagiert verständnislos
Der brandenburgische Pädagogen-Verband teilte mit, es herrsche Entsetzen und Verunsicherung in den Lehrerzimmern und in Chats der Lehramtskandidaten und Seiteneinsteiger. «Wir sind nicht bereit, diese Situation hinzunehmen und werden uns gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften und Verbänden dagegen wehren.»
Auch der Landeselternrat dringt auf die weitere Einstellung von Lehrern ohne Zeitverzug und Unterbrechung. «Denn es ist an Brandenburger Schulen bereits fünf nach zwölf», kritisierte Sprecherin Ulrike Mauersberger. Die Oppositionsfraktion CDU sprach von «Irrsinn» und fordert einen sofortigen Stopp des Einstellungsmoratoriums.