Die Sprachdefizite von Kindern in Brandenburg sollen in den Kitas früher erkannt werden als bisher. «Wir wollen sprachliche Kompetenzen in der frühkindlichen Bildung gezielt stärken», sagte Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) im Landtag. Die Erhebung des Sprachstands soll vom letzten Jahr vor der Einschulung auf das vorletzte Jahr vorgezogen werden. Dies werde bereits erprobt. «Auch in der Schule soll Sprachförderung weiter ausgebaut werden», sagte der Minister.
Rund ein Fünftel der Kinder im Land startet die Grundschulzeit nach Angaben der SPD/BSW-Koalition mit erheblichen sprachlichen Auffälligkeiten. Die Koalitionsfraktionen forderten die Landesregierung deshalb zur vorgezogenen Prüfung des Sprachstands in der Kita auf - das soll spätestens zum 1. August 2027 passieren. Das Vorziehen haben SPD und BSW bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Dafür stimmten SPD, BSW und CDU. Die AfD enthielt sich.