Bildungsmonitor 2026: Berlin und Brandenburg erneut auf hinteren Plätzen – Sachsen vorn
Wie steht es um die Bildungssysteme im Bundesländervergleich? Berlin und Brandenburg landen aus bildungsökonomischer Perspektive erneut auf den hinteren Plätzen. Im Ranking «Bildungsmonitor 2026» der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) schafft es Brandenburg auf Platz 13 - nach dem vorletzten Platz im vergangenen Jahr. Berlin bleibt wie vorher auf Platz 11 aller 16 Bundesländer. Spitzenreiter des Bildungsrankings ist Sachsen. Dahinter folgen wie schon im vergangenen Jahr Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg. Schlusslichter sind Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und erneut Bremen. Für Berlin gibt es den Studienautoren zufolge ein gemischtes Bild: Während der Stadtstaat bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen und der Altersstruktur der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen sehr gut abschneidet, sehen sie Verbesserungsbedarf bei der Bekämpfung von Bildungsarmut, bei den Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften und dem Umfang des Informatikunterrichts. Brandenburg bekommt Lob für den geringen Zusammenhang zwischen Herkunft und schulischen Kompetenzen der Jugendlichen im Bundesland. Bemängelt wird dagegen wie auch in Berlin die Digitalisierung und außerdem die vergleichsweise geringe Anzahl an betrieblichen Ausbildungsplätzen. Die Studie hebt wie im vergangenen Jahr beim Spitzenreiter Sachsen die Ganztagsbetreuung hervor. Demnach wird im Freistaat ein besonders großer Anteil der Kinder ganztägig in Schule oder Kita betreut. Positiv bewertet werden auch ein besonders gut qualifiziertes Kita-Personal mit wenigen Ungelernten in Sachsen und gute Ergebnisse in Schulleistungstests. Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand 98 sogenannter Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. So werden etwa die Bildungsausgaben pro Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt. Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder die Beteiligung an Ganztagsangeboten. Im Fokus des Rankings steht demnach, welchen Beitrag das Bildungssystem leistet, um den Wohlstand zu sichern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenBaustellen Bildungsarmut und Digitalisierung
Es ist eine Bewertung aus bildungsökonomischer Sicht