Der Lehrermangel und die geplante Aufstockung der Unterrichtsstunden sorgen für wachsenden Unmut in Brandenburg. Die Bildungsgewerkschaft GEW kündigte Proteste an. Doch auch innerhalb der SPD/BSW-Koalition wächst Kritik am Bildungsministerium. SPD-Fraktionschef Björn Lüttmann kritisierte das Vorgehen anlässlich eines vorübergehenden Einstellungsstopps für Lehrerinnen und Lehrer sowie Seiteneinsteiger als Panne.
Das vorläufige Moratorium an den Brandenburger Schulen gilt auch mit Blick auf den geplanten Verzicht auf zusätzliche Stellen im nächsten Haushalt. Zudem sollen Lehrer künftig eine Stunde mehr unterrichten, dafür aber von anderen Aufgaben entlastet werden. Das ruft Kritik bei Eltern, Pädagogen und der Landtagsopposition aus AfD und CDU hervor. Der Koalitionspartner BSW hält den vorläufigen Einstellungsstopp für überzogen. In einer Sondersitzung des Bildungsausschusses soll sich Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) äußern.