Die Berliner Hochschulen fordern, dass die Berliner Landesregierung die Kosten für die sogenannte Hauptstadtzulage übernimmt. «Dringend benötigen wir Ihre Zusage, die Finanzierung der Hauptstadtzulage für die Hochschulen zu übernehmen», heißt es in einem offenen Brief der Landeskonferenz der Rektor*innen und Präsident*innen der Berliner Hochschulen (LKRP) an den Regierenden Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, und Finanzsenator Stefan Evers (beide CDU). Bisher zahlt Berlin die Zulage von monatlich 150 Euro nur an etwa 130.000 Beschäftigte im unmittelbaren Landesdienst.
Schwierige Situation durch Kürzungen
Die Einrichtungen befänden sich aufgrund massiver Kürzungen im Wissenschaftsbereich «in einer äußerst schwierigen finanziellen Situation», wie es weiter in dem Brief heißt. Dies führe bereits zu tiefgreifenden Einschnitten in allen Bereichen sowie dem Abbau von Studienplätzen. «Und anders als der Senatsverwaltung selbst und den Landesbehörden hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Berliner Hochschulen bisher keine zusätzlichen Finanzmittel für die Hauptstadtzulage bereitgestellt.»
Auf die Hochschulen in der Hauptstadt kommen den Angaben nach Mehrkosten von rund 39 Millionen Euro für 2025 und 2026 zu. «Da der Tarifvertrag Hauptstadtzulage bereits am 1. April 2025 in Kraft getreten ist, werden außerdem erhebliche Nachzahlungen notwendig.» Die Kosten stiegen monatlich, weswegen die Einrichtungen «dringend eine verbindliche Zusage für die Übernahme» benötigten. «Unsere Beschäftigten haben ein Recht auf eine faire und angemessene Behandlung.» Die LKRP erwarte eine schnelle Lösung.
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