Das von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vertretene Konzept einer gesetzlichen Rente als «Basisabsicherung» stößt bei Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke auf Widerspruch. «Ein Großteil der Ostdeutschen hatte - trotz oftmals 45 und mehr Berufsjahren - einfach nicht die Möglichkeit, sich andere Grundlagen der Altersversorgung zu schaffen», erklärte der SPD-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Brandenburger Rentnerinnen und Rentner seien durch diese besonderen Bedingungen überwiegend auf die gesetzliche Rente angewiesen.
«Diesem Umstand muss in der Debatte Rechnung getragen werden», forderte Woidke. «Denn am Ende des Arbeitslebens haben auch diese Menschen ein Recht auf eine vernünftige Rente, welche auf Dauer ihren Lebensstandard sichert. Alles andere wäre ungerecht.»