Mit einem von Unternehmen finanzierten Fonds wollen die Regierungsfraktionen die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze in Berlin fördern. Der Fonds soll gespeist werden aus einer verpflichtenden Abgabe für Betriebe, die inklusive des Inhabers oder der Inhaberin mindestens zehn Beschäftigte haben und deren Ausbildungsquote geringer ist als 4,6 Prozent. Kleinere Betriebe sowie solche, die die Quote überschreiten, sind demnach von der Abgabe befreit.
Das geht aus einem Gesetzesentwurf vor, den die Fraktionen von CDU und SPD vorgestellt haben. Jährlich sollen auf diese Weise mindestens 75 Millionen Euro in den Fonds eingezahlt werden. Die Höhe der Abgabe orientiert sich an der Höhe der ausgezahlten Mittel. Um etwa die 75 Millionen zu decken, wären nach Darstellung des CDU-Fraktionschefs Dirk Stettner für die zahlungspflichtigen Unternehmen jeweils 0,1 Prozent der Bruttolohnsumme fällig. Aus der Wirtschaft kommt Widerstand gegen die Pläne.