Ein Sturm fegt über Berlin – und seine Schäden machen ein ganzes Waldgebiet unzugänglich. Der Klimawandel wird gleich doppelt zum Problem: Er trägt Experten zufolge nicht nur dazu bei, dass Stürme häufiger und heftiger werden, auch wenn seine Rolle für ein konkretes Unwetter schwer zu beziffern ist. Gleichzeitig führt er dazu, dass Extremwetter drastischere Schäden verursachen kann, weil Wälder weniger widerstandsfähig sind.
Bäume sind von Dürren geschädigt
«Die Bäume sind von den Dürren vorgeschädigt», erklärt Wald-Expertin Nicole Wellbrock vom Thünen-Institut. «Wenn ein Sturm kommt, ist der Halt und Festigkeit durch Stamm- und Wurzelschäden schlechter.»
Feinwurzel seien in den Dürrejahren abgestorben und die Bäume müssten sich erst wieder regenerieren. Es werde weniger Blattmasse gebildet und dadurch könne weniger Wasser aufgenommen werden oder Stoffwechsel stattfinden. «Schädlinge und Pilze können dann leichter eindringen», so Wellbrock. Durch die immer häufigeren Trockenphasen könnten Bäume sich nicht mehr vollständig erholen.