Zum Jahrestag des Mauerbaus 1961 hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke die Menschen aufgefordert, die Schrecken der Diktatur nicht zu vergessen. «Die Berliner Mauer, sie mahnt uns, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind», sagte Zupke bei einer Feier in der Gedenkstätte an der Bernauer Straße. «Es ist eine Botschaft, die gerade heute so dringlich erscheint wie selten zuvor.»
Die DDR hatte am 13. August 1961 begonnen, ihre Grenze nach Westberlin auf etwa 150 Kilometern mit einer Mauer zu befestigen. Zuvor hatten sich seit Ende des Zweiten Weltkriegs Hunderttausende aus der DDR nach Westen abgesetzt. Nach 1961 kamen bei Fluchtversuchen nach offiziellen Zahlen etwa 140 Menschen zu Tode.