Nachfahren des französischen Historikers Marc Bloch (1886-1944) erhalten sieben Bücher zurück, die während der Nazizeit beschlagnahmt wurden. Das teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz anlässlich der feierlichen Restitution in der französischen Botschaft in Berlin am Donnerstagabend mit. Bloch war als Mitglied der Résistance am 16. Juni 1944 von der Gestapo hingerichtet worden.
Auf Wunsch der Erbengemeinschaft werden alle in Deutschland wiedergefundenen Bücher an die Bibliothèque Halphen der Universität Sorbonne in Paris übergeben. Sie hat die Aufgabe, die Werke von Bloch aufzunehmen, die während der Besatzungszeit wegen antisemitischer Gesetzgebung enteignet wurden und heute identifiziert sind. Bloch war einst an der Sorbonne Professor.
Mehrere deutsche Bibliotheken waren an der Restitution der sieben Bücher aus Blochs Bibliothek beteiligt: Vier Bücher stammen aus der Berliner Staatsbibliothek, zwei Bände aus der Frankfurter Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und ein Exemplar aus der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz.