Mythen ranken sich um die mehr als 300 Jahre alte Mumie von Ritter Kalebuz im Dorf Kampehl im Kreis Ostprignitz-Ruppin. Ein Team von Ärzten und Forschern hat den Leichnam untersucht und auch eine skurrile Entdeckung gemacht.
Im Universitätsklinikum in Neuruppin wurde die rätselhafte Mumie per Computertomographie (CT) durchleuchtet, wie die Medizinische Hochschule Brandenburg mitteilte. Alle Rätsel sind aber längst nicht gelöst. So bleibt die genaue Todesursache offen.
«Seit mehr als hundert Jahren ist der Ritter Kalebuz auch eine touristische Attraktion. Der uralte Körper wurde aber noch nie umfassend wissenschaftlich untersucht», sagte der Professor für Anatomie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), Andreas Winkelmann. Er habe dies nun gemeinsam mit einem Team von Experten nachgeholt. Mumienforscher und Archäologen waren beteiligt.
Winkelmann wollte heute Abend die Ergebnisse vorstellen - in der Kirche in Kampehl bei Neustadt (Dosse) neben der Gruft des Ritters. Dort gilt Christian Friedrich von Kalebuz (1651-1702) als Touristen-Attraktion.