In der Debatte um das Areal Bogensee und eine ehemalige Villa von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels in Wandlitz hat der Landkreis Barnim Ideen des Landes Berlin für eine Nutzung des Geländes teils mit Skepsis aufgenommen. Eine Zwischennutzung durch die Bundespolizei als Übungsstätte bewerte der Kreis kritisch, teilte die Verwaltung in Eberswalde am Mittwoch auf Anfrage mit. Auf dem Areal wäre dies aus «denkmalrechtlicher sowie naturschutzrechtlicher Sicht» nur sehr eingeschränkt umsetzbar und könnte das Ziel des Erhalts und einer Nachnutzung des Objektes konterkarieren.
Der Aufsichtsrat der zuständigen Berliner Immobilienmanagementgesellschaft (BIM) hatte unter anderem vereinbart, eine Zwischennutzung mit einer Bundeseinrichtung zu vereinbaren. Laut Medienberichten handelt es sich um die Bundespolizei, die dort das Gelände zu Übungszwecken nutzen soll. Das Areal mit einem Gebäudeensemble im Eigentum des Landes von Berlin liegt in einem Wald nördlich von Berlin und steht unter Denkmalschutz.