Beim Gedenken an die Befreiung der Opfer des Zuchthauses Görden in Brandenburg an der Havel vor 81 Jahren ist an die sicherungsverwahrten Häftlinge erinnert worden. Justizminister Benjamin Grimm (SPD) sagte am Sonntag, solches Unrecht dürfe sich niemals wiederholen.
«Das Schicksal der Sicherungsverwahrten mahnt uns, wie gefährlich es ist, Menschen allein auf ihre Fehler zu reduzieren und ihnen jede Perspektive zu nehmen», sagte Grimm laut Mitteilung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. «Dass diese Menschen entrechtet, ausgegrenzt und schließlich der Vernichtung preisgegeben wurden, verpflichtet uns heute, genau hinzusehen.»