Nur noch zwei Weibchen des Nördlichen Breitmaulnashorns leben weltweit - doch vielleicht kommen neue Kälber der Art in Berlin zur Welt. Der Berliner Tierpark baut dafür eine Forschungsstation mit einer neuen, drei Hektar großen Nashorn-Anlage, wie der Tierpark am Mittwoch mitteilte. Dort sollen - so der Plan - Nördliche Breitmaulnashörner von Leihmüttern der nah verwandten und weniger bedrohten Art der Südlichen Breitmaulnashörner ausgetragen werden, hieß es. Bis dahin kann es allerdings noch Jahre dauern.
Die Bauarbeiten für die Nashorn-Anlage sollen im Herbst beginnen und kosten voraussichtlich fünf Millionen Euro, wie es hieß. Die Senatsverwaltung für Finanzen unterstützt das Projekt demnach mit drei Millionen Euro. Ab 2026 sollen dann auf das neue Gelände im Berliner Tierpark bis zu sechs erwachsene Südliche Breitmaulnashörner einziehen, die aus anderen Tierparks in Europa stammen.
Für das Projekt liegen bereits eingefrorene Embryonen bereit. Forscher hatten die Spermien von männlichen Exemplaren der bedrohten Art aufbewahrt und damit Eizellen des jüngeren, noch lebenden Weibchens befruchtet. Bis ein Embryo erfolgreich eingesetzt wird, kann es aber noch dauern.