Forscher der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) untersuchen die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Polkappen der Erde. In einem Experiment analysieren sie damit verbundene Veränderungen in Luft- und Meeresströmungen. Dazu begann im Februar die zweite Phase eines Projekts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Namen «AtmoFlow», wie die BTU am Dienstag mitteilte. Das Experiment kann nur in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden. Seit Januar wird für das Projekt auch ein Strömungsmodell entwickelt, dass die Erscheinungsformen und das Zusammenspiel atmosphärischer Strömungen der Erde beschreiben soll.
Mit Strömungsforschung genaues Klima vorhersagen
«Uns interessiert, wie sich die Strömungen mit dem Klimawandel weltweit verändern», beschreibt Wissenschaftler Vadim Travnikov, der das Modell entwickelt. «Mit diesem Wissen können Meteorologen das lokale Klima genauer vorhersagen.» Die Ergebnisse dieser Forschungen sollen in das Projekt «Atmoflow» zur Untersuchung planetarer, atmosphärischer Strömungen auf der Internationalen Raumstation (ISS) einfließen. Nach aktuellem Stand sei der Flug zur ISS für 2026 oder 2027 geplant, heißt es vom Forschungsteam unter Projektleiter Christoph Egbers.