In einem groß angelegten Projekt wollen Forscher das historische Wissen zur massenhaften Deportation und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus zusammenführen. Erste Beiträge für eine Enzyklopädie dazu sollen nun online gestellt werden: Am kommenden Dienstag (5. März) wird in Berlin ein neues Portal präsentiert. Das Projekt wird geleitet von der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Das Wissen um das Thema sei trotz bedeutender Spezialstudien auch heute noch stark fragmentiert, sagte Projektleiterin Karola Fings von der Forschungsstelle. Über das Online-Portal sollen nach ihren Angaben Fachbeiträge eingesehen werden können, die unter anderem nach Tatorten und Lebenswegen sortiert sein werden.
Die digitale und auf Deutsch und Englisch angelegte Enzyklopädie bietet neben Fotografien und einer Chronologie auch eine interaktive Karte, auf der europaweit alle Tatorte, zu denen Informationen vorliegen, verzeichnet sind. Dazu gehören Konzentrationslager ebenso wie Orte, an denen Massaker verübt wurden.