Brandenburg hat an mehreren Orten an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 erinnert. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) lobte beim zentralen Gedenken in Brandenburg an der Havel den Mut der Menschen, die gegen Unrecht und staatliche Willkür aufbegehrten. «Sie riskierten, verhaftet und verurteilt zu werden oder gar ihr Leben zu verlieren», sagte Woidke am Montag laut Mitteilung des Landtags. «Dieser Mut ist bis heute beispielhaft. Er ist ein Symbol für den unbedingten Willen der Menschen nach Freiheit und gegen Unterdrückung.»
Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke und die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Maria Nooke, forderten ein stetes Erinnern. «Wir dürfen niemals vergessen, was Diktatur und staatliche Willkür bedeuten für die Freiheit, für das Leben des einzelnen und der Gesellschaft», sagte Liedtke. Nooke verwies darauf, dass die Aufständischen vom 17. Juni 1953 einen hohen Preis für ihren Einsatz für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hätten zahlen müssen. «Heute gilt es, diese Werte, die erst mit der Friedlichen Revolution von 1989 errungen werden konnten, zu bewahren und zu stärken und antidemokratischen Tendenzen beherzt entgegenzutreten.»