In der Debatte um das verfallene Gelände mit der ehemaligen Villa von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels befürwortet Berlins Finanzsenator Stefan Evers (CDU) die wieder angelaufene Suche nach einer wirtschaftlichen Lösung. Er dringt darauf, dass die lange ungenutzte Immobilie in Wandlitz unweit von Berlin nicht länger ein Millionengrab bleiben darf. «Wer hätte das gedacht: Die Zukunft des Areals am Bogensee hat in der öffentlichen Debatte endlich den Stellenwert, den sie verdient», teilte der Finanzsenator auf Anfrage der dpa mit. Er zog zuvor auch Kritik auf sich, weil er angekündigt hatte, notfalls wolle das Land das Grundstück verschenken.
«Noch mehr verlorene Jahre kann die Stadt sich buchstäblich nicht leisten. Ich kann niemandem erklären, Millionen in den Erhalt und die Sicherung einer Fläche zu stecken, von der die Berlinerinnen und Berliner keinerlei Nutzen haben. Weder der Bund, noch das Land oder die Kommune können sich darüber wundern», sagte Evers zur Begründung. «Wenn die Aufregung jetzt aber dazu führt, dass andere Beteiligte sich endlich bewegen und hoffentlich auch die nötigen Mittel aufbringen, um dem Gelände eine sinnvolle Perspektive zu geben, dann freue ich mich darüber außerordentlich.»