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Berliner Nobelpreisträger Hegemann verteidigt Entscheidung für Grundlagenforschung an der Humboldt‑Universität

Berliner Nobelpreisträger Hegemann verteidigt Entscheidung für Grundlagenforschung an der Humboldt‑Universität
Peter Hegemann ist Professor für Biophysik an der Humboldt-Uni Berlin. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa
Der deutsche Biochemiker, Professor Peter Hegemann, erhält den Nobelpreis für Medizin. Nicht immer sei die Förderung seiner Grundlagenforschung optimal gewesen, sagt er.

Der Berliner Nobelpreis-Träger Peter Hegemann hat mit seiner Entscheidung für die Grundlagenforschung in Berlin an der Humboldt-Universität zeitweise auch gehadert. «Ich habe schon oft dran gezweifelt, weil wir nicht immer die Unterstützung bekommen haben, die wir uns vielleicht gewünscht hätten», sagte Hegemann (71) in einem Interview mit dem Sender RBB. «Aber das momentane Präsidium, und das kann ich an dieser Stelle sagen, das konnten wir dann auch überzeugen, Optobiologie weiter zu fördern.»

«Man muss Geduld haben»

Man müsse Überzeugungsarbeit leisten, auch wenn etwas schief gehe, sagte Hegemann. «Aber man muss Geduld haben. Und dann kann man auch das Präsidium - und hoffentlich auch letztendlich die Politiker - überzeugen, Geld für Grundlagenforschung auszugeben.» Bei solchen Grundlagen könnten sich auch deutsche Universitäten leichter «eine exklusive Position verschaffen», als etwa in der Krebsforschung in der Konkurrenz mit berühmten Unis aus den USA. 

Auf die Preisverleihung in Stockholm am 10. Dezember freue er sich aus einem zusätzlichen Grund besonders, wie Hegemann dem RBB sagte. Am 11. Dezember feiert er seinen 72. Geburtstag. «Insofern ist es ganz nett. Da fährt man dann nach Stockholm, bringt natürlich seine Familie mit und vielleicht besondere Mitarbeiter, die eine entscheidende Schlüsselfunktion gehabt haben und so. Es wird sicher schön und ein ganz besonderes Ereignis.»

Auszeichnung für Pionierarbeit in der Optogenetik

Hegemann wird gemeinsam mit dem US-amerikanischen Forscher Karl Deisseroth (54) und dem deutschen Forscher Georg Nagel (73) für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Optogenetik mit dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

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