Nach Querelen um befürchtete Abrisspläne für eine Villa von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels in Wandlitz will das Land Berlin eine weitere Nutzung und Entwicklung des Areals ermöglichen. Die Berliner Immobilienmanagementgesellschaft (BIM) teilte am Montag mit, die Gemeinde Wandlitz, auf dessen Gebiet das Gelände am Bogensee liege, solle sich für eine Entwicklung des Areals um Gelder aus dem Förderprogramm «Nationale Projekte des Städtebaus» bewerben können. Das habe der Aufsichtsrat am Freitag beschlossen. Mehrere Medien berichteten darüber.
Das Areal, auf dem sich Goebbels ein Landhaus bauen ließ, ist seit dem Jahr 2000 ungenutzt und verfällt. Der Landkreis und die Gemeinde hatten sich für den Erhalt eingesetzt.
Auch Rückbau und Aufforstung denkbar
Sollte keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für das Areal gefunden werden, werde die BIM «mögliche Schritte zur Umwandlung» in eine Aufforstungsfläche beziehungsweise eine Abgabe des Areals an die Berliner Forsten prüfen und vorbereiten, teilte die Immobilienmanagementgesellschaft mit. Dann dürfte ein Abriss die Folge sein.