Mehr als 80 Jahre nach dem Holocaust stellt eine Ausstellung in Berlin die Frage: Was wussten die Deutschen damals von der Vernichtung der europäischen Juden? Die Antwort lautet: Man hätte einiges wissen können. Es waren auch im NS-Staat und trotz Repressionen erstaunlich viele Indizien verfügbar. Einige trugen dieses Wissen für sich systematisch zusammen. Aber es waren wohl die wenigsten.
«Wir versuchen wirklich in der Ausstellung zu verdeutlichen: Es sind Bruchstücke, und jeder hat von anderen Bruchstücken gehört», sagte Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, wo die Ausstellung bis Ende Januar 2027 zu sehen ist. Informationen über die Verbrechen im Namen der Deutschen kursierten unter der Hand. «Nicht jeder hat alle Informationen dann jeweils bekommen, sondern immer nur Teile davon, Fragmente.»