Zwei Blöcke des Braunkohlekraftwerks in Jänschwalde des Energieunternehmens Leag sind endgültig abgeschaltet worden. Die Blöcke E und F gingen, wie vom Gesetzgeber gefordert, am Sonntag vom Netz, wie ein verantwortlicher Mitarbeiter auf Nachfrage bestätigte. Damit in der Energiekrise der Verbrauch von Erdgas gesenkt werden konnte, durften neben Steinkohle- auch Braunkohlekraftwerke weiterlaufen. Die beiden 500-Megawatt-Blöcke waren im Oktober 2022 im Rahmen der Versorgungsreserve bis Ende März 2024 aus der Sicherheitsbereitschaft zurückgeholt worden. «Während ihres befristeten Einsatzes haben beide Blöcke stabil und je nach Anforderung des Strommarktes bedarfsgerecht Strom produziert», so Leag-Produktionsvorstand Philipp Nellessen.
Von den rund 110 Beschäftigten, die während der vergangenen Monate ausschließlich für den Betrieb beider Blöcke im Einsatz waren, werden etwa 36 Beschäftigte in den kommenden Monaten die Überwachung des Werks betreuen. Es gehe darum, das Werk in einen sicheren Zustand zu überführen, hieß es von der Leag weiter. Ende 2028 soll das Kraftwerk dann vollständig stillgelegt werden.