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Woidke: Brandenburger grüner Strom soll vorrangig in der Region genutzt werden

Dietmar Woidke will erneuerbare Energie aus Brandenburg auch stärker in Brandenburg nutzen. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa
Dietmar Woidke will erneuerbare Energie aus Brandenburg auch stärker in Brandenburg nutzen. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa

Ministerpräsident Woidke fordert, den in Brandenburg erzeugten grünen Strom vorrangig vor Ort zu verbrauchen, um Stromkosten zu senken und Industrie zu schützen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will den in Brandenburg produzierten grünen Strom auch vor allem in Brandenburg einsetzen. «Ich will nicht all unseren Strom an Herrn Söder nach Bayern schicken, sondern hier in der Region nutzen», sagte er im Interview mit der «Zeit». Das jetzige System versuche «aus einer dezentralen Energieerzeugung eine zentrale Energieversorgung für den Süden zu machen».

Brandenburgs Einwohner erzeugten im Schnitt die meiste erneuerbare Energie pro Kopf, führte Woidke aus. «Aber von der günstigen Erzeugung merken die Brandenburger auf ihrer Stromrechnung nichts.» Sein Ziel sei es, «Brandenburger Strom, der günstig erzeugt wird, hier zu verbrauchen», sagte Woidke. «Sollte noch etwas übrig sein, kann auch Bayern etwas davon abbekommen.»

Woidke sorgt sich nach eigenen Angaben um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Ein Faktor sind für ihn günstigere Strompreise. «Die Stahlindustrie und die chemische Industrie sind in massiver Gefahr. Da geht es nicht nur um Millionen Arbeitsplätze, es geht um die Zukunft unseres Landes.»

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