Angesichts gestiegener Miet- und Energiekosten befürchten Wohlfahrtsverbände in Brandenburg eine Zunahme drohender Zwangsräumungen. Es sei eine Verschärfung der Situation zu befürchten, teilte die Liga der Freien Wohlfahrtspflege mit. Beratungsangebote zum Thema Wohnungsnot verzeichneten eine gestiegene Nachfrage, die sich nicht mehr auf den Berliner Speckgürtel beschränke, sondern zunehmend auch ländliche Regionen betreffe.
Wohlfahrtspflege: Rund 1.000 Zwangsräumungen
Jährlich verlieren bis zu 1.000 Menschen in Brandenburg durch Zwangsräumungen ihre Wohnung, wie die Liga als Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände angibt. 2024 seien 803 vollstreckt worden. Neuere Zahlen gibt es der Organisation zufolge nicht.
Es gebe aber weitaus mehr Fälle, in denen der Verlust der Wohnung etwa wegen Mietschulden angedroht werde, hieß es. Betroffen seien vor allem Familien, Alleinerziehende und Rentnerinnen und Rentner.