Beim neuen 29-Euro-Ticket für den Berliner ÖPNV rechnet Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey mit einer starken Zunahme der Abos in den kommenden Monaten. «Dieses Ticket hat bislang immerhin über 180.000 Menschen erreicht. Und wir gehen davon aus, dass nach den Sommerferien viele noch einsteigen werden, die sich gesagt haben "Im Urlaub brauche ich das noch nicht"», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Wir rechnen damit, dass wir bis zum Jahresende bei 300. 000 oder 400.000 Abonnenten landen. Das sind dann etwa 10 Prozent der Berliner Bevölkerung.»
Giffey: Ich habe viel Zuspruch bekommen
«Wir erreichen eine Gruppe von Menschen, die den ÖPNV gern nutzen, für die das 49-Euro-Ticket aber zu teuer ist, weil sie gar nicht ständig in Deutschland unterwegs sind, sondern vor allem im Berliner Stadtgebiet», sagte Giffey. «Das sind Menschen, die nicht so wenig haben, dass sie das Sozialticket beanspruchen können und die kein Schüler- oder Studi-Ticket haben. Darunter sind auch viele Ältere, die eine kleine Rente über dem Sozialhilfeniveau haben, für die 49 Euro im Monat aber viel Geld sind.»
Mit dem Angebot lasse sich somit eine Gruppe erreichen, die im Interesse der sozialen Stadt berücksichtigt werden sollte, sagte die Senatorin. «Ich habe sehr viele Zuschriften bekommen, von Leuten, die sich bedanken, dass wir das gemacht haben, rührende Briefe teilweise. Einer hat geschrieben: Mir wird ermöglicht, dass ich den ganzen Sommer meine Stadt erkunden kann, ich werde ganz viel in Berlin unterwegs sein.»