Was passiert, wenn jemand anonym im Internet über Gerüchte, Skandale und Verfehlungen von Teenagern schreibt? Dieser Frage ging die Jugendserie «Gossip Girl» ab 2007 nach. Auch in der Mysteryserie «Pretty Little Liars» ging es ab 2010 um anonym verschickte Nachrichten und Drohungen.
Genauso wie die beiden US-Erfolgsformate basiert auch die deutsche Thriller-Serie «Schattenseite» auf einem Roman. Die sechs Folgen sind seit Freitag in der ARD-Mediathek zu sehen und am 26. Oktober (ab 21.45 Uhr nach dem «Tatort») auch im klassischen Fernsehen, im Ersten.
Bei der Trauerfeier für den verstorbenen Teenager Linus (Philip Günsch) bekommen die Schülerinnen und Schüler anonyme Push-Nachrichten auf ihr Smartphone: Wenn es innerhalb eines Countdowns eine bestimmte Zahl an Klicks gibt, enthüllt die «Schattenseite» ein Geheimnis. Und plötzlich landen private Chats, Videos und Fotos öffentlich im Netz.
Die sechsteilige Serie geht auf den Roman des Youtubers Jonas Ems (28) zurück, der seine Internet-Karriere im Alter von 13 Jahren mit Comedy-Formaten begann und mittlerweile gesellschaftlich relevante Themen wie Homophobie und Veganismus thematisiert. Außerdem produziert er die Webserie «Krass Klassenfahrt», von der es bereits einen Kinofilm gibt und die mittlerweile auf Amazon Prime Video läuft.