Beim Umgang mit der Ressource Wasser wollen sich Berlin und Brandenburg künftig besser abstimmen - die märkische Wirtschaft sieht sich bei einem entsprechenden Maßnahmenplan bisher nicht genügend integriert. «Ich glaube, da spielen wir zu kurz (...), wir müssen da mit an den Tisch», sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Jens Warnken, am Mittwoch am Rande einer Wasserkonferenz in Cottbus. Es reiche nicht, eine Arbeitsebene aus Verwaltung und Wasserwirtschaft zu starten. In den kommenden zwei Wochen werde man Gelegenheit haben, darüber mit der Landesregierung zu sprechen, kündigte der Cottbuser IHK-Präsident an.
Der Berliner Senat und die Brandenburger Landesregierung wollen Anfang 2025 eine gemeinsame Wasserstrategie mit konkreten Maßnahmen beschließen. Dabei geht es um die Wasserversorgung und eine umweltfreundliche Gewässerbewirtschaftung.
Die Interessen der Wirtschaft müssten bei den Maßnahmen mit hinein, forderte Warnken. So gebe es etwa in der Lausitz Unternehmen mit hohem Wasserverbrauch, etwa die Papierindustrie. Der Kohleausstieg habe große Folgen für die Wasserwirtschaft von der Lausitz bis nach Berlin. Wasserknappheit werde ein gesellschaftliches Problem.