Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie für Berlin und Brandenburg zeichnet sich auch nach der dritten Verhandlungsrunde keine Lösung ab. «Die Arbeitgeber legten kein verbessertes Angebot vor», teilte die IG Metall mit. Die vorliegende Offerte hatte die Gewerkschaft bereits bei der vorigen Runde als nicht ausreichend zurückgewiesen.
Zu Arbeitskämpfen kam es bereits am Montag, unter anderem bei Mercedes Benz in Berlin und Ludwigsfelde sowie beim Zugbauer Alstom in Hennigsdorf. Für den dritten Verhandlungstag hatte die Industriegewerkschaft Warnstreiks beim Alstom-Konkurrenten Stadler in Berlin-Pankow sowie bei Heidelberger Druckmaschinen in Brandenburg an der Havel angekündigt. Auch am Mittwoch soll es Warnstreiks geben.
Die Arbeitgeber kritisierten die Aktionen. «Warnstreiks bringen uns einer Einigung keinen Schritt näher», teilte der Verhandlungsführer für den Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME), Stefan Moschko, mit. «Die Gewerkschaft muss einsehen, dass sie jetzt mit uns konstruktiv an einer Lösung arbeiten muss, statt weiter zu eskalieren.»