Nach dem Auslaufen der Friedenspflicht im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie ist es auch in Berlin und Brandenburg zu ersten Warnstreiks gekommen. Mehrere hundert Beschäftigte legten am Morgen etwa bei Mercedes-Benz in Marienfelde für rund zwei Stunden die Arbeit nieder, wie IG-Metall-Sprecher Philipp Singer sagte. «Das ist der Auftakt in einer heißen Phase der Tarifrunde hier in Berlin», sagte er. Die Beschäftigten stünden hinter den Forderungen der Gewerkschaft.
Beim Autozulieferer ZF in Brandenburg an der Havel war die Frühschicht von 5.00 Uhr an für zwei Stunden zum Warnstreik aufgerufen. Auch hier seien zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Aufruf gefolgt, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Auch der Verhandlungsführer für Berlin und Brandenburg, Dirk Schulze, nahm an der Versammlung teil.
Weitere Aktionen waren beim Zugbauer Stadler in Berlin-Pankow sowie bei Airbus Defence und Space in Potsdam geplant.