Landeseigene und genossenschaftliche Wohnungsgesellschaften in Brandenburg wollen in den kommenden Jahren ohne größere Mietpreissprünge auskommen. Sie sehen sich aufgrund gestiegener Kosten aber bei Investitionen ausgebremst.
Die Mieten, die derzeit im Schnitt unter 6 Euro je Quadratmeter liegen, werden weiter steigen - aber maßvoll, wie die Vorständin des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), Maren Kern, bei einer Pressekonferenz zur Entwicklung des Wohnungsmarktes sagte.
Wegen deutlicher Steigerungen bei den Baukosten bleibe bei moderaten Mieten aber auch weniger Geld für Investitionen gerade in den Neubau und die Modernisierung von Wohnungen übrig. Die knapperen Mittel würden vom Neubau hin zur Instandhaltung verschoben, sagte Kern. Diese Entwicklung dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen.
Im vergangenen Jahr waren 251.900 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt worden und damit so wenig wie seit 2015 nicht mehr. Den Bauherren machen vor allem rapide gestiegene Baupreise zu schaffen.