Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die Verbraucher in Deutschland aufgefordert, beim Kauf von Smartphones und anderer Elektronik auch gebrauchte Geräte in Erwägung zu ziehen. «Mein Aufruf zum Black Friday: Alte, funktionsfähige Handys haben ein zweites Leben verdient», sagte der SPD-Politiker beim Besuch eines Berliner Unternehmens, das gebrauchte Elektronikgeräte aufkauft, überprüft, bei Bedarf repariert und dann mit einem Garantieversprechen wieder verkauft.
Millionenumsatz mit gebrauchten Smartphones
Schneider besuchte das Unternehmen Rebuy, den Marktführer in Deutschland bei gebrauchten Elektronikgeräten. Die 2009 gegründete Firma machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 220 Millionen Euro. Dabei wurden nach Angaben von Geschäftsführer Philipp Gattner 200 Tonnen Elektroschrott vermeidet. Mit Rebuy konkurrieren Anbieter wie Zoxs, Wir kaufen es, Clevertronic, Swappie und As Good As New.
Schneider betonte, damit solche Beispiele Schule machen, arbeite die Bundesregierung an einem Aktionsprogramm Kreislaufwirtschaft. «Deutschland hat zwar wenig eigene Rohstoffe, aber dafür viele gute Ideen, vorhandene Rohstoffe wiederzuverwenden. Kreislaufwirtschaft macht unsere Wirtschaft sicherer.» Der Fall des niederländischen Chipproduzenten Nexperia zeige, wie schnell die Abhängigkeit von bestimmten Chiplieferungen und seltenen Erden zum Druckmittel werden könne, sagte Schneider.
Der Bundesumweltminister hatte sich für den Besuch bei dem Re-Commerce-Unternehmen in Berlin den «Black Friday» ausgesucht, den großen Aktionstag im Einzelhandel, an dem viele Geschäfte und Online-Shops sehr starke Rabatte anbieten. Umweltschützer sehen den «Black Friday» meist kritisch, weil er eine Entwicklung fördere, die der Umwelt schade. Dazu gehöre der Überkonsum, weil der Aktionstag dazu animiere dazu, Dinge zu kaufen, die man eigentlich nicht brauche.
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