Mehr als 40 Prozent der Berliner Betriebe melden ihre Ausbildungsstellen einer Umfrage zufolge nicht oder nur unregelmäßig an die Bundesagentur für Arbeit. Ein Grund dafür seien schlechte Erfahrungen mit der Vermittlung durch die Agentur, teilte die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) mit. So hätten die entsprechenden Betriebe angegeben, keine oder unpassende Bewerberinnen und Bewerber vermittelt bekommen zu haben.
Die IHK hat zwischen dem 12. und 30. Mai dieses Jahres rund 190 Unternehmen zur Aus- und Weiterbildung befragt. Fast 40 Prozent von ihnen gaben an, bisher nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt zu haben. Hauptgrund sei demnach der Mangel an geeigneten oder gar keinen Bewerbungen.
Laut Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren Ende August noch 4.548 Stellen unbesetzt. Gleichzeitig suchten noch mehr als 7.800 Bewerberinnen und Bewerber einen Ausbildungsplatz. Insgesamt hatten die Berliner Unternehmen knapp 13.700 Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur gemeldet. Das waren mehr als 2.000 weniger als im vergangenen Jahr.