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Trendwende: Überschuldung nimmt in Brandenburg wieder zu

Die Zahl überschuldeter Verbraucher in Brandenburg ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Die Zahl überschuldeter Verbraucher in Brandenburg ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Erstmals seit Jahren ist die Zahl der überschuldeten Verbraucher im Land gestiegen. Trotzdem bleibt die Quote unter dem Bundesdurchschnitt. Insbesondere eine Stadt sticht heraus.

Der stete Rückgang überschuldeter Verbraucher in Brandenburg ist vorerst zum Stillstand gekommen. Im vergangenen Jahr waren zum Stichtag 1. Oktober knapp 160.170 Menschen im Bundesland überschuldet, wie aus dem aktuellen «Schuldneratlas» der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Das waren demnach etwa 400 Verbraucher mehr als im Jahr zuvor. Als überschuldet gilt, wer seinen finanziellen Verpflichtungen dauerhaft nicht nachkommen kann. 

Knapp 7,5 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner ab 18 Jahren wiesen der Analyse zufolge Überschuldungsmerkmale auf. Bundesweit waren es demnach mehr als 8 Prozent. 

In Brandenburg war die Zahl der überschuldeten Verbraucher seit 2016 kontinuierlich zurückgegangen - bis zuletzt. «Hauptursachen für die Trendwende sind die steigende Arbeitslosigkeit sowie die weiterhin hohen Belastungen durch die Lebenshaltungskosten», schreiben die Analysten. 

Die höchste Schuldnerquote wurde in Brandenburg an der Havel ermittelt (12,34 Prozent). Die niedrigste Quote weist der Landkreis Potsdam Mittelmark mit knapp 5,4 Prozent auf. 

Für den «Schuldneratlas» wertet Creditreform anonymisierte Daten anhand amtlicher Register, von Online-Händlern und weiteren Quellen aus.

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