Berlin hat in der indischen IT-Metropole Bengaluru ein Auslandsbüro eröffnet. Es ist das dritte weltweit nach New York und Peking, wie die Wirtschaftsverwaltung auf dpa-Anfrage mitteilte. Das «Berlin Business Office India» soll als zentraler Anlaufpunkt für Berliner Unternehmen und Start-ups dienen, die den indischen Markt erschließen möchten. Es soll aber auch indische Unternehmen bei der Ansiedlung in Berlin unterstützen.
Bengaluru ist die Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Karnataka und mit rund 13,2 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Indiens. Die Stadt gilt schon lange als Indiens IT-Hauptstadt mit mittlerweile rund 25.000 IT-Unternehmen.
Zur Eröffnung des Auslandsbüros in Anwesenheit von Vertretern der Regierung des Bundesstaates und des deutschen Generalkonsuls Achim Burkart war auch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nach Bengaluru gereist. Unterstützt wird das Vorhaben den Angaben zufolge von der Deutsch-Indischen Handelskammer und von der Regierung von Karnataka.
«Mehr als nur ein Büro»
«Heute eröffnen wir mehr als nur ein Büro – wir öffnen neue Türen zwischen Berlin und Indien», sagte Giffey. Indien sei ein führender Innovationsstandort in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Digitalisierung und als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt ein wichtiger Handelspartner für Deutschland und Berlin. «Deshalb setzen wir in unserer Internationalisierungsstrategie einen klaren Fokus auf Indien.»
Die SPD-Politikerin wies auf die schon bisher engen Kontakte zwischen Berlin und Bengaluru hin. Die Wirtschaftssenatorin war mit einer größeren Delegation erst im Juli 2025 in Indien und auch in Bengaluru. Dabei wurde eine Vereinbarung über die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Bundesstaat Karnataka unterzeichnet - und die Eröffnung des Auslandsbüros angekündigt.
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