Der US-Elektroautobauer Tesla hat den Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) vor einem Entsorgungsstopp beim Abwasser gewarnt. «Ihnen ist bekannt, dass der Stopp einer Einleitung der Abwässer der Gigafactory zu einem Produktionsstopp der Gigafactory führen würde. Ein solcher Beschluss verursacht täglich einen Schaden in Millionenhöhe», heißt es in einem Schreiben des Unternehmens an WSE-Chef André Bähler und den Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Henryk Pilz, dass der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» berichtet.
An diesem Freitag will der WSE bei einer außerordentlichen Verbandsversammlung beraten, ob er die Abwasserentsorgung bei Tesla einstellen wird. Andernfalls drohten dem Verband Mehrbelastungen in Millionenhöhe. Zudem könnte es zu einem Entsorgungsstopp für sämtliche Verbandsabwässer in der Kläranlage Münchehofe kommen.
Aus einer WSE-Beschlussvorlage geht hervor, dass Tesla dem Wasserverband zufolge «ständig und in erheblicher Weise» zulässige Abwassergrenzwerte überschreitet. Das betreffe die Werte für refraktären Phosphor sowie für Gesamtstickstoff. «Mehrere Aufforderungen und Abmahnungen blieben ergebnislos», heißt es vom Verband. Der «Stern» hatte über die Überschreitung berichtet und sich auf Messwerte des Wasserverbands berufen.