Nach dem Engpass im Stromnetz der Stadt Oranienburg hat Stromnetz Berlin eine solche Situation für die Hauptstadt ausgeschlossen. Das Unternehmen analysiere seit Jahren einmal jährlich detailliert den Netzausbaubedarf. «Wir machen dabei verschiedene Simulationen, wie sich die Kunden verhalten könnten. Diese Simulationen führen dazu, dass wir für jedes einzelne Betriebsmittel wissen, wie stark deren Belastung wäre», sagte Stromnetz-Geschäftsführer Erik Landeck am Mittwoch in Berlin. «Dass wir da überrascht werden von den Entwicklungen, halte ich nicht für realistisch.»
In Oranienburg gibt es laut der Stadt Kapazitätsengpässe im Hochspannungsnetz der Stadtwerke, so dass keine neuen Anschlüsse mehr genehmigt werden. Weitere Wärmepumpen und E-Ladesäulen sind nicht mehr möglich, auch neue Gewerbe- und Industrieflächen können derzeit nicht mit Strom beliefert werden. Nach Angaben der Stadt stieg der Strombedarf zuletzt unter anderem wegen Unternehmensansiedlungen, Zuzug und einem verstärkten Einbau von Wärmepumpen.