Strecke Berlin–Hannover 14 Monate gesperrt – Fernzüge über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet
Seit dem frühen Morgen fahren keine Züge mehr auf der Strecke zwischen Berlin und Hannover. Die Strecke sei außer Betrieb genommen worden, sagte eine Bahnsprecherin auf Anfrage. Für die nächsten 14 Monate bleibt sie gesperrt und wird umfassend saniert. Alle Fernzüge werden während dieser Zeit über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet und brauchen rund 80 Minuten länger. Das betrifft auch sämtliche Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen, die regulär über Hannover fahren. Im Regionalverkehr müssen Pendlerinnen und Pendler vielerorts auf Ersatzbusse ausweichen. Besondere Einschränkungen gibt es für Fahrgäste von und nach Wolfsburg, wo mindestens bis Ende des Jahres kein Fernzug mehr halten wird. Auch Stendal entfällt als ICE-Halt. Ob das auch 2027 so bleibt, ist noch offen. Magdeburg erhält dafür drei weitere ICE-Verbindungen in Richtung Hannover und Nordrhein-Westfalen sowie von und nach Berlin. Hunderte Kilometer Weichen, Gleise und Oberleitungen werden auf der Strecke erneuert, ebenso rund zwei Dutzend Bahnhöfe modernisiert, wie die Bahn mitteilte. Grund für lange Sperrung ist die Erneuerung von mehr als 50 Kilometer fester Betonfahrbahn rund um Stendal. Eigentlich sollten die Fernzüge ab dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres über die parallel zur Sanierungsstrecke verlaufenden Lehrter Stammbahn fahren. Doch die Elektrifizierung dieser Strecke dauert deutlich länger als geplant und wird erst im Dezember 2027 abgeschlossen sein. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten