Für die Landwirte steht die Grüne Woche im Zeichen der Krise. Zwar war die Brandenburg-Halle bei der Agrarmesse in Berlin schon gegen Mittag rappelvoll. Aber die Stimmung sei wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) ein Stück weit getrübt, sagte Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt. Sie muss sich kurz nach ihrer Amtsübernahme in der neuen Landesregierung als Krisenmanagerin bewähren.
Agrarministerin: MKS-Gefahr nicht gebannt
Vor rund eineinhalb Wochen war der Ausbruch der MKS bei einer Wasserbüffel-Herde nachgewiesen worden. Obwohl es seitdem keinen weiteren Fall der für Klauentiere hoch ansteckenden Viruserkrankung gibt, ist die Anspannung groß. «Sicher kann zu jedem Zeitpunkt wieder ein neuer positiver Befund kommen. Also die Gefahr ist nicht gebannt», sagte Mittelstädt. Für Menschen ist die MKS ungefährlich.
Beim Rundgang zu den Messe-Ständen heimischer Betriebe kostete die SPD-Politikerin an der Seite von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Leberwurst-Brot und Safran-Eis, nippte auch mal an Bier und Likör. Die Unternehmen werben bei der Grünen Woche für ihre regionalen Produkte. Dabei gilt Brandenburg sozusagen als Garten Berlins. Die Hauptstadt ist für Landwirte ein wichtiger Absatzmarkt, vor allem im Bio-Bereich.