S-Bahn Berlin: Auslastungsanzeige nun an mehr Bahnhöfen
Fahrgäste der Berliner S-Bahn können ab heute an deutlich mehr Bahnhöfen schon vor Einfahren des Zuges sehen, in welchen Wagen noch ausreichend Platz ist. Die sogenannten Echtzeit-Auslastungsanzeigen gibt es nun an 14 Bahnhöfen, teilte die S-Bahn mit. Bisher wurde das System an sechs S-Bahnhöfen getestet. Bis Ende des Jahres will die S-Bahn die Auslastungsanzeige an allen 50 Bahnhöfen der Ring- und Stadtbahn installieren. Neu ist seit heute auch, dass nicht nur der nächste Zug, sondern auch die Auslastung weiterer Folgezüge angezeigt wird. «An Bahnhöfen mit Auslastungsanzeige sind die Züge rund 30 Prozent gleichmäßiger ausgelastet», teilte die S-Bahn mit. Mit der zusätzlichen Anzeige weiterer Folgezüge geht die S-Bahn davon aus, dass sich der Effekt verstärken wird, «da Fahrgäste mehr Zeit haben, sich am Bahnsteig zu verteilen». Das mache den Einstieg entspannter und schneller, sagte S-Bahn-Chef Heiko Büttner. «Die gesparten Sekunden sind auch für uns und einen stabileren Betrieb wertvoll», so Büttner. Die Anzeige erfolgt mittels Farbsystem: Grün steht für eine geringe, Gelb für eine mittlere und Rot für eine hohe Auslastung des jeweiligen Wagens. Die Daten stammen von Sensoren an den Gleisen, die per LED-Lichtschranke die Auslastung der vorbeifahrenden S-Bahnen erfassen. Eine KI-Software kombiniert dann die Live-Messung mit Millionen von historischen Datensätzen und passt die Prognose mit jedem neuen Messwert an. Derzeit wird die Anzeige an den Bahnhöfen Alexanderplatz, Bellevue, Charlottenburg, Friedrichstraße, Hackescher Markt, Hauptbahnhof, Hermannstraße (zunächst keine Anzeige der Folgezüge), Jannowitzbrücke, Messe Nord/ZOB, Messe Süd, Savignyplatz, Tiergarten, Westkreuz und Zoologischer Garten angeboten. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHinter der Anzeige steckt auch KI-Software