Bei den Verwaltungsjagden der Forstbehörden in Brandenburg wird immer weniger Wild erledigt. Das gelte für nahezu alle Schalenwildarten, wie aus der Antwort des Agrarministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht. Ob Wölfe dafür verantwortlich sind, ist laut Ministerium unklar. Die sinkenden Abschusszahlen seien von vielen Faktoren abhängig, erläuterte die Behörde.
Ziel der Jagden der Forstbehörden auf den landeseigenen Waldflächen ist es, Baumschäden durch eine angemessene Wilddichte zu verringern. Diese sei dann hergestellt, wenn sich der Wald auf natürliche Weise ohne Schutzmaßnahmen gegen Wildbisse entwickeln könne, erklärte die Behörde.
Zwar lasse sich Wild laut Ministerium nicht zählen, die sinkenden Abschüsse bei den Verwaltungsjagden sprächen aber für den Rückgang der Bestände, die noch immer auf einem historisch hohen Niveau lägen. Es sei daher davon auszugehen, dass abnehmende Tierbestände keinen Einfluss auf die Zahl der Wolfsübergriffe auf Haus- und Weidetiere haben werden.