Mit dem «ICE der DDR» nach Sylt
Einsteigen bitte! Mit viel Charme und DDR-Feeling ging es am Freitag für einen Kurztrip von Dresden über Hamburg - und am Samstag später über Sylt wieder zurück nach Hamburg. Die Passagiere saßen in einem restaurierten Zug, der offiziell den Namen SVT Görlitz trägt. Er war der internationale Prestige-Zug der Deutschen Reichsbahn in der DDR. SVT steht für Schnellverkehrstriebwagen. Mit einem lauten Hupen rollte der Zug um 8.22 Uhr in Dresden los - begleitet von leuchtenden Augen der Zuschauer am Bahnsteig. Der erste Zwischenstopp für die historische Bahn war am Freitagnachmittag die Hansestadt. Nach einem nächtlichen Zwischenstopp in Hamburg sollte der Zug schließlich am Samstag gegen 12.32 Uhr die Insel Sylt erreichen. Dort können die Fahrgäste die Insel erkunden und etwas Nordluft schnuppern, bevor es um 14.59 Uhr wieder Zeit für den Heimweg sein sollte. Das einstige Prestigefahrzeug für den internationalen Fernverkehr stammt aus dem Jahr 1968 und war mehr als fünf Jahre lang aufwendig aufbereitet worden. Die Kosten dafür wurden mit etwa sieben Millionen Euro angegeben. Hinter dem Projekt stehen Bahn-Enthusiasten, die sich in der 2019 gegründeten gemeinnützigen GmbH SVT Görlitz zusammengetan haben, wie Mario Lieb von der GmbH mitteilt. Der Zug wurde im Waggonbau Görlitz gebaut - mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. Der Zug soll regelmäßig bei Sonderfahrten zu erleben sein. Mit den Worten «Willkommen an Bord - wo Geschichte Fahrt aufnimmt!» geht es diesen Winter an verschiedene Orte in der Republik. Das nächste Mal wieder Mitte November, dann ist eine Fahrt von Dresden nach Usedom geplant. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenAufwendiges Projekt von Bahn-Enthusiasten