Der Ausbruch der Newcastle-Krankheit bei Geflügel hat den Landkreis Dahme-Spreewald im Südosten Brandenburgs in den Krisenmodus gestürzt. «Einen Seuchenausbruch dieser Größenordnung hatten wir in der Geschichte des Landkreises noch nicht», sagte der Beigeordnete und Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Stefan Wichary, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende Mai mit der Bekämpfung der Newscastle Krankheit zu tun haben.»
Tierärzte duschen auch bei Feuerwehr und in Sporthallen
«Die Tierärzte sind sieben Tage die Woche im Einsatz», sagte Landkreis-Dezernent Wichary. Er schilderte aufwendige Schutzmaßnahmen der Tierarzt-Teams. Sie müssten bei jeder Kontrolle in Schutzanzügen, Handschuhen und Fußüberziehern in die Ställe gehen. Hinterher müssten sie sich desinfizieren und auch duschen, bevor sie einen anderen Geflügelhalter aufsuchen dürften. Auch das Auto müsse jedes Mal gewaschen werden.
Duschen für die Tierarzt-Teams stellten Kommunen inzwischen sogar in einer Feuerwehr, in Sporthallen und Firmenräumen bereit. Teils werden die Bereiche dann für die Seuchen-Bekämpfer abgesperrt, sagte Wichary. Auch andere Landkreise schickten Kontrollteams, praktizierende Tierärzte unterstützen die Mitarbeiter des Landkreises. Auf diese Größenordnung einer Tierseuche sei kein Veterinäramt angelegt, so der Dezernent.
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