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Neue Ermittlungsgruppe sucht Viehdiebe - Mehr Kontrollen

Die Polizei fahndet mit der Ermittlungsgruppe «Weide» nach den Rinder-Dieben, die vor allem in Südbrandenburg zugeschlagen haben.  / Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Die Polizei fahndet mit der Ermittlungsgruppe «Weide» nach den Rinder-Dieben, die vor allem in Südbrandenburg zugeschlagen haben. / Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Nächtliche Polizei-Kontrollen, neue Ermittlungsgruppe, Austausch mit Polen: Nach der Serie großer Rinder-Diebstähle arbeitet die Polizei in Brandenburg an der Aufklärung - und schaut nach Osteuropa.

Nach der Serie von Rinder-Diebstählen in Brandenburg kontrolliert die Polizei verstärkt Tiertransporte und hat eine spezielle Ermittlungsgruppe eingerichtet. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) kündigte in einem vom Viehdiebstahl betroffenen Agrarbetrieb in Herzberg (Elbe-Elster-Kreis) an, die Polizei werde Viehtransporte nachts und am frühen Morgen kontrollieren, «um künftige Diebstähle dieser Größenordnung möglicherweise auf frischer Tat auch aufklären zu können». Zudem gebe es mit der polnischen Polizei einen Austausch, um in der Grenzregion Viehtransporte in den Blick zu nehmen.

Redmann sagte, möglicherweise habe sich eine Tätergruppe in Osteuropa oder sogar auch außerhalb der EU darauf spezialisiert, diese Taten zu begehen. Man habe die Sorge, dass noch weitere Taten dazukommen.

Die Polizei hat jetzt die Ermittlungsgruppe «Weide» gebildet. Zur Aufklärung der Taten sagte Polizeipräsident Oliver Stepien: «Das ist keine leichte Aufgabe (...). Die Polizei berät auch mit Agrarbetrieben, wie sie den Schutz vor Viehdieben erhöhen können.» Minister Redmann betonte: «Es ist unmöglich, jede Koppel in Brandenburg mit einem Streifenwagen zu versehen.» 

Minister: Gesamtschaden von 337.000 Euro

Seit März gab es vier Fälle von Rinder-Diebstahl von Weiden und aus Ställen, überwiegend im südlichen Brandenburg. Es seien insgesamt 233 Rinder gestohlen worden, sagte Redmann. Der Gesamtschaden beträgt ihm zufolge 337.000 Euro. «Man sieht, das ist eine Größenordnung, die für die einzelnen Betriebe existenzgefährdend wird.» 

Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) sagte, es sei davon auszugehen, dass die gestohlenen Tiere weiterhin zur Zucht genutzt werden sollen oder auch in die Schlachtung gingen. Vor rund zehn Jahren hatte es in Brandenburg bereits eine größere Serie von Vieh-Diebstählen gegeben.

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