Nachdem das belgische Chemieunternehmen Domo Chemicals an seinen drei deutschen Standorten den Betrieb eingestellt hat, ist die Zukunft des Standortes in Leuna ungewiss. «Wirtschaftsminister Sven Schulze und Insolvenzverwalter Lucas Flöther haben unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen ein Verfahren verabredet, das die Standortsicherung in Leuna ermöglichen würde», teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage mit. Wegen der «extremen Komplexität der Situation» seien bislang jedoch «noch keine Erfolge erzielt» worden.
Die Insolvenzverwaltung Flöther & Wissing hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Produktion an den drei deutschen Domo-Standorten in Sachsen-Anhalt und Brandenburg ab sofort gestoppt und in einen Notbetrieb versetzt wird. Grund für diese Entscheidung sei den Angaben nach, dass die Verhandlungen mit den Gläubigern um ein kurzfristiges sogenanntes Massedarlehen gescheitert sind. Die drei Tochtergesellschaften des Konzerns hatten Ende des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet.