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Meerrettich-Ernte beginnt im Spreewald

Meerrettich-Ernte beginnt im Spreewald
Die Verarbeitungsbetriebe bieten den Meerrettich in verschiedenen Sorten an. / Foto: Patrick Pleul/dpa
Aufs Brot geschmiert oder zum Fisch: Meerrettich gehört zur deutschen Küche dazu. Im Spreewald beginnt die Ernte der scharfen Wurzel.

Im Spreewald hat die Meerrettich-Ernte begonnen. Vier Betriebe bauen die scharfe Wurzel auf insgesamt zehn Hektar Land an, wie der Spreewaldverein mitteilte. Die Fläche hat sich in den vergangenen Jahren demnach nicht geändert. Der Verein erwartet etwa 100 Tonnen Ernte.

Die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr sei ungünstig für die Entwicklung des Meerrettichs gewesen, sagte Reinhard Mich, Seniorchef eines Gemüsebaubetriebs im Lübbenauer Ortsteil Klein Radden, der auf fünf Hektar Meerrettich anbaut. Allgemein wird es laut Spreewaldverein durch fehlenden Regen und tief ausgetrocknete Böden in der Region schwieriger, Gemüse wie Spargel und Meerrettich anzubauen. Der Meerrettich-Anbau sei mit viel Handarbeit verbunden.

Je dicker die Wurzel, desto schärfer

Nach dem Putzen und Sortieren der Wurzeln geht der Meerrettich an zwei Lübbenauer Verarbeitungsbetriebe. Besonders begehrt seien Meerrettich-Wurzeln mit einem großen Durchmesser, sagte Markus Belaschk, Geschäftsführer der Firma SpreewaldRabe. Denn je dicker die Wurzel sei, desto höher die Qualität und Schärfe.

Die beiden Betriebe bieten den Meerrettich demnach in kleinen Gläschen und in verschiedenen Sorten an: unter anderem klassisch pur, mit Sahne, Apfel, Preiselbeere oder mit Ingwer verfeinert.

Wie der Verein informiert, trägt der Spreewälder Meerrettich seit 1999 das blau-gelbe EU-Siegel, welches ihn als geschützte geografische Angabe kennzeichnet. Damit können Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt erkennen, wo wirklich Spreewälder Meerrettich drin ist. Damit soll das Vertrauen in regionale Produkte gestärkt werden.

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