Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist für Berlin und Brandenburg ein wichtiger Wirtschaftszweig mit Hunderten Unternehmen und Tausenden Beschäftigten - und wünscht sich deshalb mehr Aufmerksamkeit von der Politik. «Wir hatten auf der ILA das erste Mal überhaupt Kai Wegner an unserer Seite», sagte Antje Lapuschkin, Projektmanagerin beim Branchennetzwerk Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA), der Deutschen Presse-Agentur. Berlins Regierender Bürgermeister Wegner (CDU) hatte zusammen mit dem Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) Anfang der Woche Unternehmen aus den beiden Ländern auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Schönefeld besucht.
«Wir wollen darauf hinarbeiten, dass das häufiger passiert», sagte Lapuschkin. «Da ist noch sehr wenig Unterstützung.» In anderen Bundesländern habe die Branche einen deutlich höheren Stellenwert, was sich auch in Förderungen zeige. Baden-Württemberg etwa finanziere für rund vier Jahre eine eigene Luft- und Raumfahrtstrategie mit einer klaren Ausrichtung auf emissionsarmes Fliegen, sagte die Projektmanagerin. Auf Veranstaltungen der Industrie sei der Ministerpräsident des Landes regelmäßiger Gast. «Bei unseren Veranstaltungen hingegen kommt bisher aus Berlin niemand und aus Brandenburg nur selten jemand», kritisierte Lapuschkin.