Hohe Kräne und ein paar Grundpfeiler ragen aus dem vom Regen durchweichten Boden. Viel lässt noch nicht erahnen, dass auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohlekraftwerks im brandenburgischen Lübbenau ein milliardenschweres Rechenzentrum entstehen soll.
Insgesamt 11 Milliarden Euro investiert die Schwarz-Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, innerhalb der nächsten 5 bis 15 Jahre in das Schwarz Digits Datacenter im Spreewald. Es handele sich um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte, sagt Christian Müller, Co-Vorstandschef von Schwarz Digits, der Digital-Sparte des Konzerns, beim feierlichen Spatenstich auf der Baustelle. Zweieinhalb Milliarden gingen in den Bau, der Rest in die IT-Infrastruktur. Staatliche Förderung gebe es nicht.
Zum Vergleich: Die Investitionen für Teslas erstes europäisches Werk in Grünheide in Brandenburg wurden mit rund sechs Milliarden Euro beziffert.